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Sero-FaSt-Myho

LIONEX DIAGNOSTICS AND THERAPEUTICS

Title:Entwicklung eines serologischen on-farm Schnelltests zum Nachweis zur Unterscheidung zwischen  Mycoplasma-hyopneumoniae-spezifischen Infektions- und Impfantikörpern

Projektziel

Als Ziele einer zukunftsweisenden landwirtschaftlichen Schweineproduktion werden die Steigerung von Tierwohl, Verbraucherschutz und Produktionseffizienz gleichermaßen definiert. Im Rahmen der Schweineproduktion immer wieder auftretende Atemwegserkrankungen, die für mehr als die Hälfte aller Antibiotikaverabreichungen verantwortlich sind, erschweren oftmals das Erreichen dieser Ziele. Dabei spielt der bakterielle Erreger Mycoplasma (M.) hyopneumoniae eine zentrale Rolle. Der Erreger verursacht einerseits eine interstitielle Lungenentzündung, vor allem bei Absetz- und Mastschweinen („enzootische Pneumonie“), andererseits erhöht er bei einer Besiedelung des Atemtraktes aber vor allem auch die Anfälligkeit der Tiere gegenüber anderen Lungeninfektionserregern. Eine Impfung verhindert nur die klinische Erkrankung der betroffenen Bestände, nicht jedoch die Besiedelung der Lungen durch den Erreger. Da derzeit nicht zwischen Impf- und Infektionsantikörpern unterschieden werden kann ist  die Beteiligung des Erregers oft schwer abschätzbar, was die Einleitung gezielter, wirtschaftlich effizienter Behandlungskonzepte, vor allem bei chronisch-rezidivierenden Atemwegserkrankungen erschwert.

Ziel dieses Projektes ist daher die Entwicklung eines innovativen Schnelltest, der es direkt im Betrieb, ohne aufwendige Probenentnahme, Probenversand und externe Laborkosten ermöglicht, regelmäßig den serologischen Antikörperstatus der Schweine in Bezug auf M. hyopneumoniae zu überprüfen und zu überwachen, und dabei zwischen Impf-Antikörpern und Infektionsantikörpern zu unterscheiden. Ein solcher on-farm Schnelltest würde daher zur Steigerung des Tierwohls und der Verbrauchersicherheit führen sowie, durch Zeit- und Kostenersparnis, auch zu einer Steigerung der Produktionseffizienz der landwirtschaftlichen Schweineproduktion beitragen.

Beschreibung des aktuellen Forschungs- und Technikstandes

M. hyopneumoniae gilt als ein Erreger, bei dem es nach derzeitigem Kenntnis- und Technikstand, schwer möglich ist, einen Bestand über längere Zeit frei zu halten. Die Impfung verhindert zwar das Auftreten der klinischen manifesten enzootischen Pneumonie, nicht jedoch die Besiedelung der Lungen mit M. hyopneumoniae und damit auch nicht die Interaktionen mit anderen Lungenpathogenen. Da nicht zwischen Impf-Antikörpern und Infektionsantikörpern unterschieden werden kann, ist es mit derzeitigen diagnostischen Verfahren schwer möglich, bei einem Auftreten von chronisch-rezidivierenden Atemwegserkrankungen und einem positiven Nachweis von M. hyopneumoniae auf die tatsächliche Bedeutung des Erregers für und Beteiligung am Infektionsgeschehen zu schließen. Dieses ist sowohl für das Tierwohl als auch im Rahmen des One-Health-Gedankens von Bedeutung, da rezidivierende Atemwegsinfektionen einen der Hauptgründe für den Einsatz von Antibiotika in der Schweineproduktion darstellen und somit wirtschaftlich und für den Verbraucher- und Tierschutz maßgeblich von Bedeutung sind. Der Erregerklasse der Mycoplasmen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da nicht alle antibiotischen Wirkstoffklassen gegen Mycoplasmen wirksam sind. Für eine gezielte Therapie, mit dem Ziel einer Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes, wäre es daher notwendig, die genaue Beteiligung von M. hyopneumoniae am vorliegenden Erkrankungsgeschehen abschätzen zu können.

Partner:

Institut für Mikrobiologie

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Dr. Jochen Meens

 

Klinik für kleine Klauentiere, forensische Medizin und Ambulatorische Klinik

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Dr. Doris Höltig, Dipl. ECPHM

 

LIONEX GmbH

 

 

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Last update:  Aug 5, 2021 @ 19:20 Lionex GmbH

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